Preissenkung

Die Preise der gerade vergangenen Ausstellung waren um 30 % gesenkt.

Über den Betreiber des Restaurants, in dem ich ausstellte, wurde mir eine Interessentennachfrage übermittelt:
„Tolle Bilder — aber kann man da noch etwas am Preis machen?“

Ja, selbstverständlich geht das.
Ich lege die Preise fest.

Die Spanne reicht von geschenkt bis unendlich.

Was ich eigentlich möchte, ist ein Gespräch mit dem Menschen, der von einem Bild berührt ist.
Letztlich ist es ein sozialer Prozess.

Gewitter, 2025, 60/60 cm, Öl auf Leinwand, 1030 €

Die Gesetze des Marktes sind in Bezug auf Kunst eine Falle.
Ein Werk ist unikal — das Angebot beträgt also genau eins.
Kommt es zu einer Nachfrage, müsste der Preis folgerichtig maximal hoch sein.

Der Kunstmarkt ist jedoch anders gebaut:

a) Hobbykünstler werden als „nicht ernst zu nehmen“ entwertet.

b) Bei Vollzeitkünstlern wird der existentielle Druck zur Waffe gemacht.
Werke sollen billig abgegeben werden, bis Gatekeeper wenigen Auserwählten Zugang zum Markt gewähren.
Knebelungen und Manipulationen gegenüber Kunstschaffenden sind Teil dieses Systems.
Der Markt ist auf den Profit von Mittelleuten und Investoren ausgerichtet.

Es ist ein kaputtes Spiel.

Und in dem Moment, in dem wir in einem kaputten Set-up operieren, ergibt es Sinn, miteinander zu sprechen —
und die Gestaltungsspielräume auszuloten.

Darum freue ich mich über direkte Nachfrage.

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